Donnerstag, 7. Mai 2015

Lebenszeichen - Happy to be alive!

Hier war es ja wieder mal lange ruhig, ganz einfach, weil ich nicht viel zu berichten hatte. Das ein oder andere Mal habe ich überlegt über etwas zu bloggen, z. B. über die verschiedenen Kuchen, die ich die letzte Zeit so produziert habe. Allerdings backe ich mittlerweile so sehr frei Schnauze, dass das Bloggen darüber schon wieder sehr aufwändig wird.

Wovon ich aber gerne erzählen mag, ist das, was ich so die letzten Wochen für mich getan habe, da es doch beruflich gerade extrem stressig war (und noch ist) und ich unbedingt mal wieder an mich denken musste.
Schon vor einem Jahr ging die grobe Planung für ein Seminar in Karlsruhe los, wofür ich mich als Organisatorin bereit erklärt habe.

Dazu muss ich jetzt noch ein wenig ausholen (wobei das eigentlich einen eigenen Blogbeitrag wert wäre, kommt dann demnächst noch ausführlicher ;-) ).
In den letzten Monaten habe ich mir immer häufiger Gedanken zu einem bewussteren Umgang mit Rohstoffen gemacht. Das ging eigentlich damit los, dass ich mich fragte, warum ich eigentlich für Abschminken und Gesichtswasser immer Kosmetikpads verwende und davon jeden Tag mindestens 2 Stück wegwerfe. Geht das nicht anders? Der gleiche Gedanke kam mir zu diversen anderen Hygieneartikeln wie Slipeinlagen, Tampons und Binden. Wobei Tampons schon seit Jahren bei uns zu Hause nur noch als Katzenspielzeug relevant sind. Wer es noch nicht kennt, dem lege ich Menstruationstassen ans Herz. Damit spart man einiges an Geld und schont die Umwelt.
Über ein Forum,  in dem ich regelmäßig schreibe, bin ich schon vor Jahren über Kulmine gestolpert. Hier gibt es diverse Dinge aus Stoff, u.a. Kosmetik- und Abschminktücher (juchuh!), Slipeinlagen und Binden. 

Daneben bietet Kulmine aber auch Seminare an - "Happy to be alive" nennt sich das Ganze.

Ich habe mich also bereit erklärt so ein Seminar zu organisieren. So wirklich viel zu tun gab es dabei gar nicht, denn es ging hauptsächlich darum, sich um einen Raum zu kümmern und um ein paar andere Randbedingungen.
Mitte April war es dann soweit: insgesamt 14 Frauen (warum waren da eigentlich keine Männer dabei?) kamen zusammen und haben ein Wochenende mit Meditation, Bewegung, Reden und Futtern verbracht.
Jeden, der sich jetzt denkt "oh Gott, so ein Esoterikkram also" muss ich enttäuschen. Das schönste am Seminar war nämlich, dass jede so sein durfte, wie sie ist und gar nicht alle Übungen mitmachen musste, wenn ihr etwas nicht gefiel. Schön fand ich auch, dass eben keine bestimmte Richtung oder gar Lehre vorgegeben wurde, die als die einzig Richtige deklariert wurde (so etwas hatte ich im Grunde mal in einem Stressreduktionskurs), sondern man konnte die verschiedenen Dinge probieren und entscheiden, ob das nun etwas ist, was einem hilft oder nicht.
Ich selbst habe in diesem Seminar eine Art Kurzurlaub erfahren. Ich war durch Stress und Allergie so übermüdet, dass ich am Liebsten nur geschlafen hätte. Die Ruhe gepaart mit Bewegungsübungen und Hulla-Hoop haben mich schnell noch mehr entspannt, so dass Samstag Nacht schon wie ein Stein geschlafen habe. Wirklich fit war ich Sonntags dann immer noch nicht. Also habe ich mich dann entschieden eine Bewegungsmeditation nicht mitzumachen (obwohl ich sie sicher gemocht hätte, aber es wäre einfach zu viel gewesen) und mich stattdessen hinzulegen und zu schlafen. Im Endeffekt habe ich eine halbe Stunde geschlafen und eine Stunde meditiert, was mir unwahrscheinlich gut getan hat. Danach war ich wach und einfach DA, angekommen.
Zum Futtern muss ich auch noch etwas schreiben: jede von den Teilnehmerinnen hatte etwas zu Essen mitgebracht, für Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee und Abendessen. Leckerste Sachen von Kräuterbutter, über vegane Leberwurst und selbstgemachtes Brot. Allein für das Essen hat sich das Seminar mehr als gelohnt.

Seit dem Seminar bin ich im Alltag wieder bewussteres und achte mehr auf mich. Ich hoffe sehr, dass das noch lange anhält.
Vom Seminar habe ich dann noch einen Bogen zum nächsten langen Wochenende (1. Mai) gespannt. Denn ich wollte lange mal wieder Fasten. Nicht lange, bisher war mein längstes Fasten 4 Tage und jetzt hatte ich ja nur 3 Tage Zeit wirklich Ruhe vom Alltag zu haben. Etwas skeptisch war ich, ob es denn klappen würde, nachdem das letzte Mal vor 3 Jahren ziemlich blöd gelaufen ist und ich nach 2 Tagen abgebrochen habe wegen permanenter Kopfschmerzen. Erfreulicherweise war dieses Mal davon nichts zu merken und es hat wunderbar geklappt. Ich hatte 3 wunderbare Fastentage und bis heute auch nochmal 3 sehr achtsame und schöne Aufbautage (trotz viel Arbeit tagsüber). Jetzt will ich darauf aufbauend wieder noch genauer auf meine Ernährung achten und auch die letzten 1-2 Dissertationskilos noch los werden.

Alles in Allem kann ich aber sagen: ich fühle mich derzeit wunderbar agil und fit, außerdem ausgesprochen fröhlich und gut drauf. Ich kann recht gut mit den ganzen negativen Dingen, die von außen auf mich reinprasseln umgehen und verliere dabei doch nicht meine Lebensfreude - happy to be alive eben.

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